Verhalten beim Fotografieren

Nicht jeder ist glücklich, ungefragt fotografiert oder gefilmt zu werden. Wer dennoch einen Schnappschuss von Ägyptern macht, wird schnell zum Bakschisch als Gegengabe aufgefordert – schließlich stand man ja als Modell zur Verfügung. Ein absolutes Tabu wird gebrochen, wenn männliche Touristen heimlich Ägypterinnen fotografieren oder filmen. Die meisten Ägypter können zudem nicht nachvollziehen, weshalb manche Touristen daran interessiert sind, Menschen in ihrer Armut und in ihrem materiellen Elend zu fotografieren. Das wird in der Regel als entwürdigend empfunden. Vor Sehenswürdigkeiten – wie Tempeln, Moscheen oder Kirchen – kann es dagegen passieren, dass sich ein Ägypter vor die Kamera drängt, um gemeinsam mit der historischen Sehenswürdigkeit ein schönes Motiv abzugeben. Dafür wird natürlich Bakschisch erwartet. Fotografieren ist an verschiedenen Orten streng verboten: in Gräbern, Museen und vor militärischen Anlagen. Wer sich mit Fotokameras militärischen Anlagen nähert, riskiert verhaftet zu werden. In solchen Fällen wird nicht selten die Kamera mitsamt dem Filmmaterial konfisziert.