Verhaltenstipps in Sachen Hygiene

Leitungswasser ist generell kein Trinkwasser. Auch in Hotels der gehobenen Klasse ist es ratsam, das Leitungswasser nicht zu trinken. Entweder ist es nicht hundertprozentig sauber oder es ist voller Chlor. Am besten ist es, sich zu Beginn des Aufenthaltes im Hotel oder im nächsten Geschäft ein paar (versiegelte) Flaschen Trinkwasser zu besorgen. Zum Zähneputzen ist Leitungswasser in der Regel geeignet. Niemals Wasser aus nicht versiegelten Flaschen trinken!

Wer sich unterwegs die Hände waschen möchte, sollte nicht den Nil und schon gar nicht das Wasser der vielen Bewässerungskanäle benutzen. Die Abwässer Ägyptens werden offen in den Fluss und in die Kanäle geleitet. Auch die Nilschiffe entladen ihre Abwässer einfach in den Fluss. Was hierbei offiziell erlaubt und verboten ist und was im Alltag praktiziert wird, sind zwei verschiedene Dinge. Außerdem dienen viele Kanäle als fließende Müllhalden. Wer badende Kinder im Kanal sieht, sollte sich nicht täuschen lassen: Das Immunsystem eines Ägypters ist an die Umstände eher angepasst, das des Europäers nicht. Zudem besteht in allen nicht schnell fließenden Gewässern (Kanäle, Teiche) die Gefahr der Ansteckung mit Bilharziose.

Wer häufig zur Toilette muss, sollte seine Zeiten im Hotel oder der Herberge ausgiebig nutzen, um sich auf den Fahrten und Besichtigungen den Besuch öffentlicher Toiletten zu ersparen. Wer dennoch unterwegs ein dringendes Bedürfnis hat, und, etwa inmitten von Kairo, nach einem Örtchen sucht, wird sich darauf einstellen müssen, mit einer Welt anderer Sauberkeitsvorstellungen Bekanntschaft machen zu müssen und für die Benutzung auch noch Bakschisch zahlen zu müssen. Das Toilettenpapier wird manchmal vor dem WC stückweise verkauft. Oft gibt es gar kein Toilettenpapier. Wohl dem, der Taschentücher dabei hat. Auch Seife zum Händewaschen ist in öffentlichen Toiletten keine Selbstverständlichkeit. Wer auf dem Dorf oder in einem Slum-Viertel Kairos nach einer Toilette fragt, wird das eine oder andere Loch im Boden zugewiesen bekommen oder ein Plumpsklo der besonderen Art entdecken dürfen. Viele öffentliche Toiletten in Bahnhöfen oder ägyptischen Cafés sind „französische“ Toiletten (wie man sie auch in vielen Teilen Asiens vorfindet), d.h. man muss sich über ein Loch im Boden bücken. Für Reisegäste, die mit Symptomen einer Reisediarrhöe zu kämpfen haben, können die fehlenden sauberen, sanitären Anlagen zu einem echten Problem werden und die Reisefreude erheblich schmälern. Deshalb ist es dringend ratsam, schnell wirkende Medikamente gegen Reisedurchfall parat zu haben. Wer ein unwohliges Gefühl im Bauch hat, sollte gut verpackte Fertigprodukte bevorzugen und auf kulinarische Abenteuer mit der (ansonsten einfachen aber sehr leckeren) einheimischen Küche vorerst verzichten bis Besserung eingetreten ist.

Für Unterwegs ist es sehr zu empfehlen, Hygienetücher zur Desinfizierung bereit zu haben. Das hat nichts mit Überempfindlichkeit oder penibler, europäischer Sauberkeit zu tun, sondern ist der beste Schutz gegen alle bakteriellen und viralen Übertragungen, die der Gesundheit gefährlich werden können. Der Anteil der Touristen, die während ihrer Rundreise mit Durchfallproblemen oder ähnlichem zu kämpfen haben, ist sehr groß. Doch das liegt nicht immer nur am Essen, sondern auch oft an den Händen, mit denen man alles berührt und sie schließlich in einem unbedachten Moment zum Mund führt. Regelmäßiges Händewaschen oder Reinigen mit einem desinfizierenden Tuch hilft, sich erhebliche Probleme zu ersparen.

Barfuß laufen sollte außerhalb gereinigter Hotelräume und Badestrände unterlassen werden. Die Gefahr einer Hautinfektion ist gegeben. Überhaupt sollte man mindestens Sandalen tragen. In der Wüste braucht man festes Schuhwerk (Schlangen, Skorpione, spitze Steine, heißer Sand).Barfuß laufen sollte außerhalb gereinigter Hotelräume und Badestrände unterlassen werden. Die Gefahr einer Hautinfektion ist gegeben. Überhaupt sollte man mindestens Sandalen tragen. In der Wüste braucht man festes Schuhwerk (Schlangen, Skorpione, spitze Steine, heißer Sand).