Handeln in den Bazaren

In den Bazaren und Souks wird gefeilscht und gehandelt. Die Händler nennen zunächst einen viel zu hohen Preis. Das wissen die meisten Reisegäste, lassen sich darauf ein und feilschen um den Preis. Egal, wie viel Sie am Ende zahlen, es wird immer das Mehrfache des eigentlichen Preises sein, den Einheimische zahlen würden. Doch das lässt sich kaum vermeiden. Ägypter verdienen im Durchschnitt sehr viel weniger als Europäer oder Amerikaner und nutzen solche Geschäftsmomente, um von der Devisenschwemme aus dem Westen etwas abzubekommen. Was im Bazar gilt, gilt eigentlich in allen Lebensbereichen. Viele Reisegäste, besonders aus den USA und Kanada, verzichten freiwillig aufs Handeln und zahlen gleich den genannten Preis, um sich den Sozialstress zu ersparen, den das laute Feilschen manchmal mit sich bringen kann. Doch wer sich darauf einlässt und ein bisschen Zeit mitbringt, kann zuweilen auch zum Tee eingeladen werden. Auch bei einer Taxifahrt, im Souvenirladen um die Ecke oder im Lebensmittelladen zahlt der ausländische Gast immer einen erhöhten Preis. Ausgenommen sind Kaufhäuser, Supermärkte und Geschäfte mit festen Preis-Kennzeichnungen auf den Waren und Produkten.