Nuweiba

Nuweiba (Nuveiba, Nuwaiba) ist ein Ferienort an der östlichen Sinai -Küste am Golf von Akaba. Nuweiba lieg etwa 150 Kilometer nordöstlich von Sharm el-Sheikh .

Der Ort besteht seit den frühen 1970er Jahren. Es war die Zeit, in der die Sinai-Halbinsel nach dem Sechstagekrieg unter israelischer Verwaltung stand. Damals wurde der Ort von israelischen Siedlern als landwirtschaftliche Genossenschaftssiedlung gegründet. Der damalige Name Moschaw Neviot wurde nach der Rückgabe des Sinai an Ägypten in Nuweiba geändert.

Vor Gründung des Ortes war die Gegend Beduinenland. Eine alte Festung in der Nähe stammt aus der Osmanischen Zeit.

Der moderne Ort ist den letzten drei Jahrzehnten ständig gewachsen. Beduinen wurden angesiedelt. Ferienhotels wurden gebaut. In den 1980er Jahren bekam er einen Hafen. Während der eigentliche Ort und die Beduinensiedlung an der Nordflanke der Schwemmlandzunge liegen, befindet sich der Hafen mit dem Fischerdorf einige Kilometer weiter südlich am unteren Ende des Schwemmlandes. Zwischen City und Hafen erstreckt sich entlang der Küste das Feriengebiet mit den Urlaubsresorts. Es gibt Hotels unterschiedlicher Kategorien und Preisklassen.

Wie bei allen Ferienorten am Roten Meer, so ist auch Nuweiba ein beliebter Ort für Taucher und Schnorchler. Es gibt mehrer Tauchbasen und Tauschschulen. Allerdings sind die Unterwasserlandschaften nicht ganz so spektakulär wie in der Umgebung von Sharm el-Sheikh oder Dahab .

Ausflüge: Abgesehen davon, dass von Nuweiba aus alle Küsten- und Ferienorte der östlichen Sinai-Halbinsel gut erreichbar sind, lohnt sich insbesondere ein Ausflug zum Katharinen-Kloster am Mosesberg. Nicht weit von Nuweiba entfernt, in nordwestlicher Richtung im Sinai liegend, befindet sich der malerische Coloured Canyon. Der Name des Canyons deutet auf die Farben seiner Felsformationen hin. Die örtlichen Beduinen bieten Führungen durch die bizarre Felslandschaft an.

Die meisten Hotels und örtlichen Reiseagenturen bieten noch andere Touren in die Wüste Sinai an, meist mit dem Geländewagen, manchmal auch Kamelausritte. Es werden immer wieder neue Oasen und Canyons touristisch erschlossen, weil die Haupttouristenattraktionen durch den Besucherstrom ihren ursprünglichen Reiz verlieren und viele Touristen ihren Müll in den Oasen oder Wadis liegen lassen.

Autor dieses Artikels:
Mirco Hüneburg