Hieroglyphen

von René Schwarz

Ab 2500 v.Chr. unterschied man zwei Schriften, das Hieratisch der Buchschrift, die überwiegend auf Papyrus mit Tinte geschrieben wurde und die Hieroglyphen, welche meist in Stein oder anderen dauerhaften Materialien eingearbeitet waren. Erwähnenswert ist noch eine dritte Schriftart, die kursiv geschriebenen Hieroglyphen, welche aber nur für religiöse Texte Verwendung fand. Allen Schriften liegt aber das gleiche Prinzip zugrunde, die Einteilung in Phonogramme (Lautzeichen) und Semogramme (Deutzeichen). Diese beiden Gruppen gliedern sich in weitere Untergruppen auf. Phonogramme in Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrkonsonantenzeichen und die Semogramme in Logogramme (Bezeichnung eines Lautwertes) z.B. Himmel und Determinative (Kennzeichnung sprachlicher Einheiten) z.B. Himmelsgöttin.Die Schriftrichtung konnte sowohl von a href='/' s nach rechts als auch von rechts nach a href='/' s angeordnet werden und unterlag nur ästhetischen Regel, außerdem war man bemüht die Zeichen in wohlgeformten Quadraten unterzubringen. Die Schriftrichtung lässt sich aber leicht feststellen, da die Zeichen dem Leser immer entgegen blicken (am deutlichsten bei der Darstellung von Hieroglyphen in Tierform).

Eine weitere Besonderheit liegt den Hieroglyphen noch zugrunde, es gab keine Vokale. Bei der Aussprache haben die Ägypter diese einfach mit eingesetzt. Da Altägyptisch aber nun schon seit über zwei Jahrtausenden eine tote Sprache ist, gibt es Probleme mit der richtigen Übersetzung. So kommen auch die recht unterschiedlichen Übersetzungen ein und des selben Namens zustande z.B. Nofretete im deutschen und Nefertiti im englischen.

Zuletzt wurden Hieroglyphen vermutlich für eine Inschrift auf der Insel Philae am 24. August 394 n.Chr. eingesetzt. Danach finden sich nur noch Schriften die in demotisch und später in koptisch verfasst wurden.

Bei der Entschlüsselung der Hieroglyphen hatte Jean Francois Champollion den mit Abstand größten Anteil. Schon vor ihm haben sich verschiedene Gelehrte an der Entzifferung versucht und den Grundstock gelegt: Abbé Barthélemy, Carsten Niebuhr, Etienne de Quatremére, Silvestre de Sacy und der Physiker Thomas Young. Champollion war der erste, der das System dieser Schriftzeichen verstand und umsetzte. 1821 veröffentlichte er die Ergebnisse seiner 13jährigen Arbeit am Stein von Rosetta. An Hand der Nameskartusche des Ptolemaios und des Namens der Königin Kleopatra konnte er die ersten Schriftzeichen deuten und somit die Grundlagen zur Entzifferung der Hieroglyphen voran treiben.

Der Stein von Rosetta, dessen Text in zwei Sprachen und drei Schriften abgefasst ist (im oberen Drittel in Hieroglyphen, in der Mitte in demotisch und im unteren Bereich in griechisch) wurde Mitte Juli des Jahres 1799 von dem französischen Offizier Pierre Francois Xavier Bouchard gefunden und nach seinen Fundort benannt. Die Umstände des Fundes sind ein wenig zweifelhaft, da der Stein wohl mehr durch Zufall, bei der Gewinnung von Baumaterial gefunden wurde, welches zur Errichtung eines Forts diente. Der historische Wert des Steins von Rosetta wurde aber dennoch sofort erkannt und den Gelehrten, die Napoleon mit ihm nach Ägypten genommen hatte, zur Verfügung gestellt. Nach der Kapitulation der Franzosen in Alexandria gelangte der Stein 1802 nach London in das Britische Museum. Auf dem Stein ist eine Kopie eines Dekrets, das von einer Priestersynode erlassen wurde.

In der Ptolemäerzeit mussten die meisten offiziellen Dokumente auf griechisch und ägyptisch abgefasst sein, weil das Herscherhaus und die obersten Regierungsbeamten nicht Ägypter, sondern makedonische Griechen waren.

Heute kennt man etwa 6000 Schriftzeichen, diese große Anzahl von Zeichen beruht auf der Tatsache das im Lauf der altägyptischen Geschichte von Generation zu Generation immer neue Hieroglyphen dazu kamen und die vorhergehenden Zeichen als heilig verehrt und somit übernommen wurden.

René Schwarz ist Webmaster von http://www.hieroglyphen-info.de/. Dort finden Sie weitere Informationen zum Thema Hieroglyphen.

von RenéSchwarz

Ab 2500 v.Chr. unterschied man zwei Schriften, das Hieratisch der Buchschrift, die überwiegend auf Papyrus mit Tinte geschrieben wurde und die Hieroglyphen, welche meist in Stein oder anderen dauerhaften Materialien eingearbeitet waren. Erwähnenswert ist noch eine dritte Schriftart, die kursiv geschriebenen Hieroglyphen, welche aber nur für religiöse Texte Verwendung fand. Allen Schriften liegt aber das gleiche Prinzip zugrunde, die Einteilung in Phonogramme (Lautzeichen) und Semogramme (Deutzeichen). Diese beiden Gruppen gliedern sich in weitere Untergruppen auf. Phonogramme in Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrkonsonantenzeichen und die Semogramme in Logogramme (Bezeichnung eines Lautwertes) z.B. "Himmel" und Determinative (Kennzeichnung sprachlicher Einheiten) z.B. "Himmelsgöttin".Die Schriftrichtung konnte sowohl von links nach rechts als auch von rechts nach links angeordnet werden und unterlag nur ästhetischen Regel, außerdem war man bemüht die Zeichen in wohlgeformten Quadraten unterzubringen. Die Schriftrichtung lässt sich aber leicht feststellen, da die Zeichen dem Leser immer entgegen blicken (am deutlichsten bei der Darstellung von Hieroglyphen in Tierform).

Eine weitere Besonderheit liegt den Hieroglyphen noch zugrunde, es gab keine Vokale. Bei der Aussprache haben die Ägypter diese einfach mit eingesetzt. Da Altägyptisch aber nun schon seit über zwei Jahrtausenden eine tote Sprache ist, gibt es Probleme mit der richtigen Übersetzung. So kommen auch die recht unterschiedlichen Übersetzungen ein und des selben Namens zustande z.B. Nofretete im deutschen und Nefertiti im englischen.

Zuletzt wurden Hieroglyphen vermutlich für eine Inschrift auf der Insel Philae am 24. August 394 n.Chr. eingesetzt. Danach finden sich nur noch Schriften die in demotisch und später in koptisch verfasst wurden.

Bei der Entschlüsselung der Hieroglyphen hatte Jean Francois Champollion den mit Abstand größten Anteil. Schon vor ihm haben sich verschiedene Gelehrte an der Entzifferung versucht und den Grundstock gelegt: Abbé Barthélemy, Carsten Niebuhr, Etienne de Quatremére, Silvestre de Sacy und der Physiker Thomas Young. Champollion war der erste, der das System dieser Schriftzeichen verstand und umsetzte. 1821 veröffentlichte er die Ergebnisse seiner 13jährigen Arbeit am Stein von Rosetta. An Hand der Nameskartusche des Ptolemaios und des Namens der Königin Kleopatra konnte er die ersten Schriftzeichen deuten und somit die Grundlagen zur Entzifferung der Hieroglyphen voran treiben.

Der Stein von Rosetta, dessen Text in zwei Sprachen und drei Schriften abgefasst ist (im oberen Drittel in Hieroglyphen, in der Mitte in demotisch und im unteren Bereich in griechisch) wurde Mitte Juli des Jahres 1799 von dem französischen Offizier Pierre Francois Xavier Bouchard gefunden und nach seinen Fundort benannt. Die Umstände des Fundes sind ein wenig zweifelhaft, da der Stein wohl mehr durch Zufall, bei der Gewinnung von Baumaterial gefunden wurde, welches zur Errichtung eines Forts diente. Der historische Wert des Steins von Rosetta wurde aber dennoch sofort erkannt und den Gelehrten, die Napoleon mit ihm nach Ägypten genommen hatte, zur Verfügung gestellt. Nach der Kapitulation der Franzosen in Alexandria gelangte der Stein 1802 nach London in das Britische Museum. Auf dem Stein ist eine Kopie eines Dekrets, das von einer Priestersynode erlassen wurde.

In der Ptolemäerzeit mussten die meisten offiziellen Dokumente auf griechisch und ägyptisch abgefasst sein, weil das Herscherhaus und die obersten Regierungsbeamten nicht Ägypter, sondern makedonische Griechen waren.

Heute kennt man etwa 6000 Schriftzeichen, diese große Anzahl von Zeichen beruht auf der Tatsache das im Lauf der altägyptischen Geschichte von Generation zu Generation immer neue Hieroglyphen dazu kamen und die vorhergehenden Zeichen als heilig verehrt und somit übernommen wurden.

René Schwarz ist Webmaster von http://www.hieroglyphen-info.de/. Dort finden Sie weitere Informationen zum Thema "Hieroglyphen".