Sakkara
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Die Stufenpyramide des
Djoser |
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Im Vordergrund: restaurierte Teile des einstigen
Pyramidenbezirks |
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Im Inneren der Unas-Pyramide |
Einige Kilometer von Giza entfernt, erstreckt sich in Sakkara über mehrere Kilometer die Begräbnisstätte der antiken Stadt Memphis. Bereits während der 1. Dynastie wurden hier Gräber errichtet. Hier stieß man auch auf Spuren der ersten Pharaonen Ägyptens, unter ihnen der legendäre Narmer.
Besonders bekannt ist jedoch die Stufenpyramide des Djoser (3. Dynastie). Es ist der erste große Steinbau Ägyptens und die älteste Pyramide überhaupt. Ihre Errichtung wird dem genialen Architekten und Universalgenie Imhotep zugeschrieben. Imhotep wurde später als Gott verehrt. Sein Grab ist bis heute nicht gefunden wurden, man vermutet es jedoch ebenfalls in der Umgebung von Sakkara.
Er wich zum ersten Mal von der bis dahin in Ägypten gebräuchlichen Grabform der Mastaba, einer niedrigen Lehmziegelkonstruktion, ab und entschied sich für die klassische Pyramidenform. Die Analyse des Bauwerks hat sechs Bauplanveränderungen ergeben. Zunächst wohl nur vierstufig geplant, erreichte die Pyramide schließlich sechs Stufen und eine Höhe von 61 Metern.
Umgeben war die Stufenpyramide von einen Tempelbezirk, der seit mehreren Jahrzehnten rekonstruiert wird. Die Architektur ahmt in Stein die realen Gebäude nach (Schilfbündel und ähnliches). Innerhalb dieses Bezirkes befand sich der Totentempel des Djoser. Bemerkenswert ist hier der sogenannte Serdab. In diesen Raum kann man durch zwei Löcher in Augenhöhe auf eine Statue des Königs (heute nur noch eine Kopie) blicken. Ursprünglich sollte jedoch der verstorbene König in Gestalt der Statue aus diesen Raum hinausblicken. Weiter findet man im Tempelbezirk mehrere Anlagen, die dem Sed-Fest des Herrschers dienten. Das Sed-Fest wurde nach 30 Jahren Regierungszeit durchgeführt und diente der rituellen Erneuerung des Herrschers. Er mußte jedoch auch seine Leistungsfähigkeit bei einen Langlauf beweisen.
In der Pyramide des Unas (Ende der 5. Dynastie) wurden zum erstenmal Hieroglyphen zur Ausschmückung verwendet. Es handelt sich um die sogenannten "Pyramidentexte", die sich mit der Vergöttlichung des Pharaos nach seinen Tod beschäftigen.


