Die ägyptische Küste entlang des Roten
Meeres verläuft vom Golf von Suez bis an die sudanesische Grenze. Die
mineralreichen rötlichen Gebirgszüge verleiteten die Seefahrer der Antike
dazu, das Meer "mare rostrum" zu nennen, oder Rotes Meer.
Schiffe
sind das Rote Meer auf und ab gesegelt, seit es für phönizische und
ägyptische Händler die wichtigste Route nach Indien darstellte.
Jahrhunderte lang blieb das Rote Meer Schauplatz von Schiffsunglücken und
Abenteuern für Schmuggler, Kaufleute, Piraten und Pilger. Mit der
Eröffnung des Suez-Kanals 1869 übernahm das Rote Meer erneut die Rolle
einer internationalen Handelsroute und "Brücke nach Indien" für
europäische Reisende.
Heute zählen die antiken Häfen zu den besten
Tauchrevieren der Welt. Sonnenanbeter entspannen sich an weißen
Sandstränden, während Schnorchler die Riffe erkunden.
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Suez und Ain Sukhna Suez ist seit
dem 7. Jahrhundert ein kommerzieller Hafen. Der Gewürzhandel wie
auch die Pilgerfahrten nach Mekka sorgten für den Wohlstand der
Hafenstadt durch das Mittelalter hindurch. Im 15. Jahrhundert wurde
es ein Stützpunkt der Marine, und 1869 sicherte die Eröffnung des
Suez-Kanals die Entwicklung von Suez zu einer modernen Stadt. Heute
hat Suez den zweitgrößten Hafen Ägyptens.
Ain Sukhna
bedeutet auf Arabisch "heiße Quelle" und bezieht sich auf die in der
Nähe gelegenen Schwefelquellen. Nahe genug an Kairo gelegen, um eine
Tagesfahrt zu ermöglichen, ist dies ein beliebtes Wochenendziel mit
schönen Stränden und Buchten, Korallenriffen, Angel- und
Wassersportmöglichkeiten. |

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Hurghada Hurghada wurde Anfang
des 20. Jahrhunderts gegründet, und ist heute das wichtigste
Tourismuszentrum am Roten Meer. Alles, was in oder auf dem Wasser
stattfindet, ist hier möglich: Windsurfen, Segeln, Hochseefischen
und vor allem Schnorcheln und Tauchen. Die rasante Entwicklung
hat jedoch zu einer zunehmenden Zerstörung der Korallenriffe
geführt.
Am in der Nähe gelegenen Mons Porphyritis sind
römische Ruinen zu besichtigen, und es werden Tagesausflüge und
mehrtägige Safaris in die Berge des Roten Meeres per Kamel oder per
Geländewagen angeboten. |
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Safaga Safaga ist eine ehemalige
Hafenstadt mit mehreren Touristendörfern und einigen Hotels. Der
ständige starke Wind machte Safaga zu einem idealen
Veranstaltungsort der Weltmeisterschaften im Windsurfen 1993.
Mittlerweile ist die gesamte Bucht für Hotelbauten vergeben. Es ist
zu erwarten, daß Safaga eine ähnliche Entwicklung wie Hurghada
macht. Die touristische Infrastruktur außerhalb der Hotels ist
jedoch noch mangelhaft. Bisher sind vor allem Tauch- und Surfschulen
vorhanden.
Al Quseir Al Quseir war lange
Zeit eine der wichtigsten Hafenstädte am Roten Meer. Von hier aus
unternahm bereits Königin Hatschepsut ihre Expedition in das ferne
Land Punt. Der Legende zufolge kehrten die Expeditionsteilnehmer mit
zwei lebenden Panthern und 31 Weihrauchbäumen zurück. Die einstige
strategische Bedeutung der Stadt wird durch die Festung des Sultan
Selim aus dem 16 Jahrhundert belegt die noch immer im Zentrum der
Stadt steht Heute ist Al Quseir ein ruhiges Städtchen mit
Sandstränden klarem Wasser und Korallenriffen. Die Gebirgsstraße
nach Qift im Niltal folgt einer alten Karavanenroute durch das Wadi
Hammamat und führt an mehreren pharaonischen und römischen
Altertümern vorbei.
Mersa Alam Mersa Alam ist die
ideale Basis für einen Angelurlaub. Der Dokki Jagdklub unterhält
hier eine Herberge und kann Hochseefischtouren organisieren . Vor
der Küste befinden sich einige hervorragende Korallenriffe und
Taucheinrichtungen sollen entwickelt werden. Ein Naturschutzgebiet
erstreckt sich von hier bis nach Gebel Elba im Süden. |

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Berenice Die antike Stadt
Berenice, von Ptolemäus II. gegründet, wurde 275 v. Chr. zu einem
Handelshafen. Hier befinden sich die Ruinen eines der Semiramis
geweihten Tempels sowie die Überreste der Edelsteinbrüche von Wadi
Sakait die in pharaonischer und römischer Zeit ausgebeutet wurden.
Die Küste ist gesäumt von Mangrovensümpfen ; es gibt unberührte
Buchten zum Schwimmen und Schnorcheln und einige gute
Zeltmöglichkeiten im Süden. Die Insel Zabargad, auf der ein
Halbedelstein abgebaut wurde, ist einen Besuch wert. Vom
Peridothügel aus in der Mitte der Insel bieten sich atemberaubende
Ausblicke auf die umliegenden Lagunen, reich an Unterwasserleben und
heim zahlreicher Delphine. |
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Das St.
Antoniuskloster und das benachbarte St. Pauluskloster
sind die ältesten Kloster Ägyptens. Sie beziehen ihr Trinkwasser aus
Gebirgsquellen. In beiden Klöstern werden noch heute Rituale eingehalten,
die sich in den vergangenen 16 Jahrhunderten wenig verändert haben. Die
Klöster können von Kairo , Suez oder Hurghada aus besucht werden.
Das
St. Antoniuskloster wurde 356 n. Chr., kurz nach dem Tod des Heiligen
Antonius gegründet. Es liegt unterhalb der Höhle, in der der Einsiedler
sein Leben verbrachte. Die St. Antoniushöhle ist einen 2 km langen
Fußmarsch vom Kloster entfernt und liegt 680 Meter über dem Roten Meer.
Von hier aus hat man einen einmaligen Blick auf Berge und Meer.