Luxor
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Basar in Luxor |
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Die Sphingenallee und der 1. Pylon des Luxor-Tempels |
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| Die gewaltige Säulenhalle im
Karnak-Tempel Fotos: Steve Beikirch |
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Statue im
Luxor-Tempel |
Ein Besuch in Luxor gehört zu den Höhepunkten eines Ägyptenaufenthaltes. Nirgendwo sonst in Ägypten finden sich so viele imposante Denkmäler wie hier. Unbedingt erleben sollte man die Ton- und Lichtshow im Karnaktempel.
Einst befand sich hier die altägyptische Stadt Waset, von den Griechen Theben genannt. Lange Zeit war sie die Hauptstadt und religiöses Zentrum Ägyptens.
Von der Stadt, die größtenteils aus Lehmziegeln errichtet war, hat sich nichts erhalten. Die aus Stein errichteten Tempelanlagen haben jedoch die Zeit überdauert. Und auch die Nekropole der Stadt und das Tal der Könige auf der anderen Seite des Nils, heute Theben-West genannt, sind stumme Zeugen der einstigen Großstadt.
Der Luxor-Tempel
Der Luxor-Tempel war dem Gott Amun geweiht. Eine 3 km
lange Sphingenallee verband ihn mit dem Karnaktempel. Einmal im Jahr
während des Opet-Festes besuchte die Statue des Amun von Karnak über
diesen Prozessionsweg den Luxor-Tempel. Gut erhaltene Reste der
widderköpfigen Sphingen (der Widder war Amuns heiliges Tier) sind noch
heute zu sehen.
Erbaut wurde der Tempel zum größten Teil von Amenophis
III. und Ramses II. Veränderungen fanden jedoch bis in die
griechisch-römische Zeit hinein statt. Später wurde der Tempel als
christliche Kirche benutzt. Heute befindet sich eine kleine Moschee in den
Ruinen des Tempelhofes.
Umgeben war der Tempel, wie fast alle
klassischen ägyptischen Tempelbauten von einer hohen Mauer. Betreten
konnte man ihn durch die Pylone, abeschrägte Mauern, mit einem Tor in der
Mitte. Der Eingang zum Tempel wird von zwei riesigen Sitzstatuen Ramses
des Großen und einem Obelisken flankiert. Der dazugehörige zweite Obelisk
befindet sich heute in Paris auf dem Place de la Concorde.
Während der
pharaonischen Zeit war der Luxor-Tempel derart mit Statuen überfüllt, daß
öfters "aufgeräumt" werden mußte. Die überzähligen Bildnisse wurden in den
Tempelhöfen vergraben. Mehrere dieser Gruben, als "Cachettes" bezeichnet,
wurden bis heute im Luxor- und im Karnak-Tempel entdeckt. Die schönsten
Funde kann man im Luxormuseum besichtigen.
Der Karnak-Tempel
Die Tempelstadt von Karnak ist vielleicht der größte
religiöse Komplex der Welt. Hier wurden die Götter Amun, Mut und Chons,
die thebanische Triade, verehrt. Über 2000 Jahre lang wurde an diesen
Tempelkomplex gebaut, wieder abgerissen und neu gebaut. Wohl kein Besucher
kann sich der Erhabenheit und Schönheit dieser Tempelanlage entziehen. Die
größten ägyptischen Pharaonen haben hier ihre Spuren hinterlassen, und
selbst weniger bekannte Herrscher haben ihren Beitrag geleistet
Schon
beim Betreten des Tempels durch den ersten Pylon fällt der Blick auf eine
einzeln stehende Säule mit einer Höhe von 21 Metern. Einst standen hier 10
dieser gigantischen Stützen, errichtet vom Pharao Taharqa. Doch noch
gewaltiger ist die große Säulenhalle, errichtet von Sethos I. und Ramses
dem Großen. 134 Säulen bilden eines der großartigsten Bauwerke der
Menschheitsgeschichte.
Und weiter reiht sich Pylon an Pylon, zehn waren es insgesamt. Dazwischen Obelisken, Heiligtümer und Statuen, der heilige See und von Reliefs bedeckte Mauern. Bemerkenswert ist jedoch, daß alle diese Bauten den Göttern und den Priestern vorbehalten waren. Das Volk hatte keinen Zutritt zur Tempelanlage und bekam das Götterbild nur während der jährlichen Prozessionen zu sehen.



