Giza - Gizeh
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Die Pyramiden von Giza |
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Das Sonnenboot des Cheops |
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Sound & Lightshow in Giza |
Auf der Hochebene von Giza (auch als Gize oder Giseh bekannt) befinden sich die Wahrzeichen Ägyptens schlechthin: der majestätische Sphinx mit seinem unergründlichen Gesichtausdruck, und die drei großen Pyramiden.
Obwohl die Pyramide des Chepren (auch als Khefren-,
Chefren- oder Kephrenpyramide bezeichnet) am höchsten erscheint, da sie
auf einer natürlichen Erhebung liegt, ist doch die Cheopspyramide die
berühmte "Große Pyramide". Von den sieben Weltwundern der Antike hat nur
sie der Zeit getrotzt.
Die dritte und kleinste Pyramide der Gruppe ist
die Mykerinospyramide. Dazu kommen noch einige kleinere sogenannte
Königinnenpyramiden.
Einst betrug die Höhe der Cheopspyramide 146 Meter und die gesamte Fläche war mit Kalkstein ummantelt. Diese Verkleidung wurde im Mittelalter als Steinbruch benutzt, heute ist lediglich an der Spitze der Chefrenpyramide ein Stück der alten Verkleidung erhalten.
Die gewaltige Bauleistung beeindruckte schon die Menschen im Altertum, so z.B. den griechischen Historiker Herodot, der Ägypten besuchte. Nach seinen Angaben arbeiteten 100.000 Menschen mehr als 20 Jahre am Bau der Großen Pyramide. Gigantisch müssen auch der Aufweg zur Pyramide und der Taltempel des Cheops, sein altägyptischer Name war übrigens "Khufu", gewesen sein. Sie sind jedoch weitgehend zerstört oder überbaut.
In den fünfziger Jahren stieß man in der Nähe der Cheopspyramide auf eine Bootsgrube, in der sich ein 40 Meter langes hölzernes Boot, das in seine Einzelteile zerlegt war, erhalten hatte. Das Boot wurde rekonstruiert und ist heute in einen eigenen Museum zu besichtigen. Bei späteren Untersuchungen wurden noch weitere Bootsgruben entdeckt, die bisher nicht ausgegraben wurden.
Beeindruckend ist auch der Große Sphinx. Zwar wurde das Gesicht im Laufe der Jahrhunderte schwer beschädigt, unter anderen durch die Mameluken, die es als Übungsziel für ihre Kanonen benutzen, aber der seltsame und irgendwie geheimnisvolle Ausdruck hat sich erhalten. Schon im alten Ägypten war der Sphinx mehrmals bis zum Hals im Sand versunken, und musste freigelegt werden. Rätselhaft ist auch, wessen Darstellung der Sphinx ist, und ob er nicht vielleicht lange vor den Pyramdiden entstand.
Noch immer gibt das Plateau von Giza uns Rätsel auf. Wurde Cheops jemals in seiner Pyramide begraben? In der Königskammer fand sich zwar ein Granitsarkophag, aber dieser war schon leer, als im Mittelalter der Kalif Mamun einen Eingang in die Pyramide brechen ließ, durch den man noch heute das Innere betritt. Auch die ungewöhnliche Architektur im Inneren der Großen Pyramide und die sogenannten Luftschächte haben immer wieder Spekulationen genährt. Selbst die Pyramidenform an sich ist zu einer okkulten Wissenschaft, der "Pyramdiologie", geworden.



