Zahi Hawass - Ägyptens oberster Archäologe im Profil
Wer sich im Fernsehen regelmäßig Dokumentationen über Ägyptologie und/oder die Archäologie in Ägypten ansieht, wird dabei schon mehr als einmal eine Person namens Zahi Hawass auf dem Bildschirm gesehen haben. Nicht zuletzt durch die spektakuläre Untersuchung der DNA des legendären Pharaos Tutanchamun rückte Zahi Hawass dieser Tage einmal mehr in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Aus aktuellem Anlass wollen wir also die Gelegenheit nutzen und den obersten Archäologen in Ägypten etwas näher vorzustellen.
Zahi Hawass ist seit dem Jahr 2002 Leiter der ägyptischen Altertumsbehörde und damit der Ansprechpartner für sämtliche Ausgrabungen und Forschungsarbeiten, die in Ägypten über die Bühne gehen. Der 62-jährige Archäologe und Ägyptologe erwarb seine umfangreichen Kenntnisse während eines Studiums an der Universität Alexandria mit anschließendem Diplom an der Universität Kairo. Danach zog es Zahi Hawass für mehrere Jahre, wenn auch mit Unterbrechungen, in die USA, wo er seine Kenntnisse erweiterte und im Jahr 1987 in Philadelphia seinen Doktortitel erwarb.
Zurück in Ägypten wurde Zahi Hawass im Jahr 1998 zunächst die Verwatung der Pyramiden von Gizeh unterstellt, bevor er vier Jahre später in sein aktuelles Amt aufstieg. In der Ära Zahi Hawass wurden so viele Relikte aus der Zeit der Pharaonen nach Ägypten zurückgeführt wie noch nie zuvor, weshalb Zahi Hawass bei Museumsdirektoren in aller Welt gefürchtet ist. Die betreffenden Relikte wurden zumeist in den 1960er und 70er-Jahren illegal aus Ägypten ausgeführt, Zahi Hawass pocht nun vehement - und meistens mit Erfolg - auf die Rückgabe dieser Kulturgüter.