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Außenminister Guido Westerwelle reist durch den Nahen Osten

Als der deutsche Außenminister Guido Westerwelle zu einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in die Vereinigten Staaten flog, stürzte das Volk von Ägypten gerade Husni Mubarak, seinen im ganzen Land verhassten Präsidenten. Das war im Februar 2011. Jetzt, ein Jahr später, nachdem die Euphorie über den Sieg Mubaraks verflogen ist, tritt der UN-Sicherheitsrat erneut zusammen. Dieses Mal jedoch ohne Guido Westerwelle, der derzeit durch den Nahen Osten reist, um zu sehen, was aus der Revolution vom letzten Frühjahr geworden ist.

Nach Jordanien ist die ägyptische Hauptstadt Kairo das zweite Ziel seiner fünftägigen Reise. Westerwelle möchte mit seinem Besuch zu diesem denkwürdigen Zeitpunkt ein Zeichen der Unterstützung setzen. Vor allem aber möchte er die Reformen im Land vorantreiben. Für ihn ist Ägypten dabei ein Vorbild für eine erfolgreiche Veränderung, die jedoch in den Augen Westerwelles noch lange nicht abgeschlossen ist. Die einstige Freude über den Sieg Mubaraks, ist schon lange der Enttäuschung gewichen. Der Tahrir-Platz, auch Platz der Befreiung genannt, ist inzwischen wieder besetzt, denn das Volk von Ägypten will den Sturz des Regimes und den Rücktritt des Militärrats erreichen.

Der Frust der Demonstranten ist groß. Viele Menschen, vor allem Frauen, hatten für einen Neuanfang demonstriert. Stattdessen hält der Militärrat an der Macht fest und die erhofften Änderungen lassen weiter auf sich warten. Westerwelle fordert daher, einer langfristigen Entwicklung eine Chance zu geben und nicht alles sofort und gleich zu wollen.

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