Mubarak-Millionen auf Konten in der Schweiz
Mubarak-Millionen auf Konten in der Schweiz
Die Söhne des einstigen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak haben satte 340 Millionen US-Dollar auf Bankkonten in der Schweiz deponiert. Diese Summe von umgerechnet gut 247 Millionen Euro ist nun von den ermittelnden Behörden in Ägypten genannt worden. Dabei handelt es sich offenbar um den größten Anteil der insgesamt in der Schweiz eingefrorenen Gelder in Höhe von 460 Millionen US-Dollar. 300 Millionen US-Dollar werden dabei den Angaben aus Kairo zufolge Alaa Mubarak zugeordnet, die restlichen Millionen Gamal, seinem jüngeren Bruder. Dies gab der ägyptische Vize-Justizminister Assem el Gohari bekannt. Dieser leitet auch die Behörde zur Untersuchung illegaler Einkünfte.
Das Außenministerium der Schweiz kündigte bereits in der vergangenen Woche an, dass die eingefrorenen Gelder bald an die neue Regierung in Ägypten transferiert werden sollen. Dies gilt nicht nur für Ägypten, sondern auch für die nach dem Umsturz in Tunesien einbehaltenen Finanzen. Die Alpenrepublik hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Jahres 2011 insgesamt 410 Millionen Franken (332 Millionen Euro) aus Ägypten blockiert, sowie auch 650 Millionen aus Libyen, 60 Millionen aus Tunesien und 45 Millionen aus Syrien.
Der 83 Jahre alte einstige Machthaber Mubarak sowie seine beiden Söhne stehen seit Anfang August dieses Jahres in Ägypten vor Gericht. Ihnen wird unter anderem Korruption und die Anordnung von Gewalt gegen Demonstranten vorgeworfen, die sich Anfang dieses Jahres ereignet haben soll. Bei den Aufständen im Januar und Februar 2011 kamen etwa 850 Menschen ums Leben.