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Ägypten behält Spitzenamt der Arabischen Liga

Auch nach dem Ausscheiden von Amr Moussa als Generalsekretär der Arabischen Liga wird eines der Spitzenämter des Staatenbundes künftig von einem Ägypter ausgeübt. Als Nachfolger von Amr Moussa, der mit Blick auf seine Ambitionen bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen in Ägypten auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, wurde Nabil el Araby von den Delegierten der 22 Mitgliedsstaaten gewählt. El Araby, aktueller Außenminister von Ägypten, hatte keinen Gegenkandidaten, nachdem Katar seinen ursprünglichen Kandidaten kurz vor der Wahl zurückgezogen hatte.

So reibungslos wie es auf den ersten Blick den Anschein hat, verlief die Wahl des neuen Generalsekretärs aber keineswegs. Bis zuletzt deutete einiges darauf hin, dass erstmals seit 1991 kein Ägypter mehr an der Spitze der Arabischen Liga stehen würde. Ursprünglich hatte Ägypten Mustafa al Fikki ins Rennen geschickt, dessen Kandidatur jedoch wegen seiner Mitgliedschaft in der Partei des Ex-Präsidenten Hosni Mubarak heftig kritisiert worden war. Als Reaktion darauf nominierte Katar einen eigenen Kandidaten für den Posten des Generalsekretärs der Arabischen Liga.

El Araby, der sich während des Aufstandes gegen Hosni Mubarak bleibende Verdienste zum Wohle der Demokratiebestrebungen in Ägypten erworben hat, gilt in der arabischen Welt und darüber hinaus als hoch angesehen. Vor seiner Berufung zum Außenminister in Ägypten war el Araby unter anderem als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag (Niederlande) tätig.

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