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Zufallsfund in Dahschur begeistert Archäologen in Ägypten

Ein Team aus Forschern des Deutschen Archäologischen Instituts in Ägypten hat bei Ausgrabungen in Dahschur, einer antiken Pyramidenstadt wenige Kilometer südlich von Gizeh und der Hauptstadt Kairo, einen sensationellen Zufallsfund gemacht. Bei den Arbeiten unterhalb der berühmten Knickpyramide sollte eigentlich ein an dieser Stelle vermuteter Tempel aus der Zeit kurz nach Pharao Snofru (2670 - 2620 vor Christus) freigelegt werden, stattdessen erblickten unter anderem ein Hafen und ein überdachter Weg das Tageslicht.

Nicht ganz so bekannt wie die etwas weiter nördlich liegenden Pyramiden von Gizeh erfreut sich auch Dahschur eines regen Interesses durch Archäologen und Touristen. Vor allem aber der Hafen gibt den Forschern des Deutschen Archäologischen Instituts einige Rätsel auf. Der Nil liegt eigentlich viel zu weit östlich, als dass der Hafen in irgendeinem Zusammenhang mit dem größten Fluss der Welt gebracht werden könnte. Eine mögliche Erklärung liefert Grabungsleiterin Nicole Alexanian, die davon ausgeht, dass der Nil vor 4.500 Jahren weiter westlich verlief und damit vom Hafen aus sehr wohl erreichbar war.

Heute liegt der Hafen bzw. dessen Überreste inmitten sandiger, trockener Wüste. Die Archäologen vermuten, dass der Hafen bei Überschwemmungen vom Nil erreicht wurde oder ein Kanal zur Lebensader des Alten Ägyptens gegraben wurde. Als weitere Ziele des Projekts in Dahschur gibt das Deutsche Archäologische Institut nun die Untersuchung dieser Theorien aus, die Suche nach dem Tempel wird eingestellt, da dieser offensichtlich nie existierte. 

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