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Archäologen entdecken antike Siedlung in der Oase Charga

Zwischen Luxor und der Hauptstadt Kairo haben Archäologen aus den USA in der Wüste einen seltenen Fund gemacht, der den Altertumsforschern zudem einige wichtige Erkenntnisse über das Leben im Ägypten der Pharaonen liefern könnte. Dabei handelt es sich um eine Siedlung, die im 22. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde und vermutlich ein wichtiges Handelszentrum in der Region um das heutige Luxor darstellte. Die Oase Charga liegt genau auf einem der wichtigsten Handelswege, die vor rund 4.000 Jahren das kontinentale Afrika mit dem Nil verbunden hatten.

Für die Geschichte Ägyptens fast noch wichtiger ist für die Archäologen und Zahi Hawass, den Chef der staatlichen Altertumsbehörde, die Erkenntnis, dass die Oase Charga offensichtlich noch rund 1.000 Jahre eher besiedelt wurde als bisher angenommen. Ebenso scheint es erwiesen, dass in dieser Siedlung einst militärische Truppen des Pharaos stationiert waren, um das damalige Ägypten vor Angriffen aus dem Westen zu schützen.

Letztere Erkenntnis leiten die Archäologen daraus ab, dass in der Siedlung die Reste einer größeren Bäckerei gefunden wurden, die den Bedarf der Bewohner deutlich überstieg. Luxor liegt nur 175 Kilometer von der Fundstelle im der Oase Charga entfernt, bis zur ägyptischen Hauptstadt Kairo sind es rund 500 Kilometer. Die Oase Charga liegt im Bezirk Umm al-Mawagir und wird von Touristen im Rahmen von Wüsten-Safaris in Ägypten bereist.

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