Ägypten Geschichte - Eroberung Alexandrias und Kleopatras Selbstmord
Der 3. August des Jahres 30 vor Christus ist ein wichtiges Datum für die Geschichte von Alexandria. Nach gängiger Meinung der Historiker wurde an diesem Tag Alexandria von römischen Truppen erobert, womit die Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten zu Ende ging. Um einer möglichen Gefangenschaft durch die von Octavian befehligten Truppen zu entgehen, nahm sich die Pharaonin Kleopatra gemeinsam mit ihrem Liebhaber Marcus Antonius das Leben und ließ sich dazu von einer Giftschlange beißen.
Feldherr Octavian änderte seinen Namen später in Augustus um und leitete als mutmaßlich erster Kaiser auf dem Thron des damaligen Römischen Reiches einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte Ägyptens ein. Das heutige Ägypten wurde nach der Eroberung Alexandrias zur römischen Provinz und trug fortan den Namen Aegyptus. Alexandria blieb unterdessen das Zentrum von Aegyptus, das in den vorchristlichen Jahren zu den reichsten Provinzen Roms zählte und dem Reich als Kornkammer diente. Augustus schmückte sich in Ägypten auch weiterhin mit dem Titel eines Pharaos und wurde von seinen Untertanen am Nil - wohl oder übel - auch als solcher anerkannt bzw. verehrt.
Kleopatra war also nicht nur eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Alten Ägyptens, sondern auch die letzte Pharaonin vom Geschlecht der Ptolemäer, die Ägypten zuvor über Jahrhunderte hinweg von Alexandria aus regiert hatten.