Sakkara: Zwei Gräber aus dem Alten Ägypten entdeckt
Archäologen ist in der Totenstadt Sakkara bei Kairo, einer der bedeutendsten Grabungsstätten in ganz Ägypten, ein aufsehenerregender Fund geglückt. Unweit der Djoser-Pyramide, dem wichtigsten Bauwerk in Sakkara, konnten zwei Gräber freigelegt werden, die von den Archäologen auf die Zeit um 2.300 vor Christus datiert wurden und auch nach über 4.000 Jahren noch erstaunlich gut erhalten sind. Zahi Hawass, der Leiter der Altertumsverwaltung in Kairo, betitelte den als "die beiden wichtigsten Gräber aus dem Alten Reich", die in Ägypten jemals gefunden worden seien.
Das Rätsel um die in Sakkara bestatteten Personen war dank entsprechender Inschriften an der Wand schnell gelöst. Die Archäologen hatten es in der Nekropole vor den Toten Kairos demnach mit den Herren Schendwas und Chonsu zu tun, die vor ihrem Ableben wohl in sehr hohe Position am Hofe des Pharaos dienten. Alleine diese Tatsache gibt dem Fund aber natürlich nicht die von Zahi Hawass formulierte Bedeutung für die Archäologie in Ägypten. Vielmehr sind es die bunt bemalten Wände der Felsengräber, deren Farbe immer noch hell leuchtet und die Jahrtausende überraschend gut überdauert hat.
Sakkara beherbegt Gräber aller Epochen aus der Zeit der Pharaonen und ist die mit Abstand wichtigste Nekropole in Ägypten sowie ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen. Ganz in der Nähe von Sakkara befinden sich auch die weltberühmten Pyramiden von Gizeh, so dass sich die Geschichte der Pharaonen und das moderne Ägypten bei einer Kairo Städtereise optimal verbinden lassen.