Archäologen machen bedeutenden Fund bei Kairo
Bei Ausgrabungen in einer Oase am Karun-See in Ägypten, rund 80 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kairo gelegen, sind Archäologen auf antike Münzen und weitere Fundstücke gestoßen, die dem 3. Jahrhundert vor Christus zugeschrieben werden. Die Datierung der Münzen fiel den Archäologen in diesem Fall sehr leicht, da das antike Zahlungsmittel vom Portrait des Pharaos Ptolemäus III. geziert wurde. Darüber hinaus wurden in der Oase noch diverse Schmuckstücke entdeckt, die aus derselben Zeit stammen sollen.
Pharao Ptolemäus regierte in der Zeit von 246 - 222 vor Christus über Ägypten und war Mitglied einer der letzten Dynastien, der auch die spätere Königin Kleopatra (ca. 30 vor Christus) angehörte. Im Wüstensand nahe dem Karun-See wurden den Archäologen zufolge insgesamt 383 Fundstücke lokalisiert, wobei die Münzen den überwiegend größten Anteil ausmachten. Das Kulturministerium in Kairo hat den Fund inzwischen offiziell bestätigt und weitere Untersuchungen angekündigt.
Die Archäologen erhoffen sich von ihrem Fund in der Oase am Karun-See weitere Aufschlüsse, auch wenn aus der betreffenden Zeit im damaligen Ägypten schon relativ viel bekannt ist. Insbesondere die aus den Schalen von Straußeneiern hergestellten Schmuckstücke weckten das Interesse der Archäologen, da diese von den Fachleuten als sehr wertvoll eingestuft werden. Nach Abschluss der Untersuchungen ist eine Ausstellung der Münzen und Schmuckstücke in einem Museum in Kairo wahrscheinlich.