Koptischer Bischof sieht Probleme für Christen in Ägypten
Bischof Anba Damian ist das Oberhaupt der in Deutschland lebenden Kopten, von denen es bundesweit etwa 6.000 Gläubige gibt. Ursprünglich stammen die Kopten allerdings aus Ägypten, wo die christliche Glaubensgemeinschaft auch heute noch eine Minderheit in der überwiegend muslimischen Bevölkerung ausmacht. Am Donnerstag war Bischof Anba Damian zu einem Vortrag in Göttingen zu Gast, wo er auf die seiner Meinung nach schwierige Situation der Kopten in Ägypten aufmerksam machte.
Bischof Anba Damian kritisierte, dass die Christen in Ägypten auch heute noch unter gesellschaftlicher Benachteiligung zu leiden hätten, die sich unter anderem in körperlicher Gewalt, Plünderungen und oder erzwungener Islamisierung bemerkbar mache. Gleichzeitig ging der Bischof auf die Geschichte der Kopten in Ägypten ein. Demnach handle es sich bei den Kopten um die "ursprünglichen Ägypter", wie sich die Mitglieder dieser Religion gerne selbst bezeichnen.
Ägypten wiederum erhebt den Anspruch, ein arabisches Land zu sein, das sich gen Westen öffnet, was sich auf alle Bereiche des Alltags positiv auswirkt und in den vergangenen Jahren vor allem der Wirtschaft in Ägypten zu einem deutlichen Aufschwung verhalf. Dagegen sieht Bischof Anba Damian bei der Gleichberechtigung und der Religionsfreiheit für Christen in Ägypten noch erheblichen Nachholbedarf, wie bei dem Vortrag in Göttingen deutlich zum Ausdruck kam.