Sphinx in Ägypten gibt Forschern weiterhin Rätsel auf
Die Pyramiden in Ägypten, allen voran die wohl bekanntesten Exemplare in Gizeh bei Kairo, lassen bei Ägyptologen, Archäologen und weiteren Forschern kaum mehr eine Frage offen. Wie die Pyramiden gebaut wurden, wann die Weltwunder entstanden sind oder welchem Pharao sie jeweils als letzte Ruhestätte dienten - all diese und weitere Fragen sind aus wissenschaftlicher Sicht mehr oder weniger zweifelsfrei geklärt. Nicht ganz so klar scheint die Faktenlage bei der nicht minder berühmten Sphinx, der überdimensionalen Statue, die ein Mischlebewesen aus Löwe und Mensch darstellt.
Die Sphinx misst sechs Meter in der Breite, 20 Meter in der Höhe und über 70 Meter in der Länge. Einigkeit bei fast allen Forschern, die sich mit der Sphinx in Ägypten beschäftigen, besteht bisher nur darin, dass die Statue wohl als Wächter über die Pyramiden in Gizeh dienen sollte und dass sie um das Jahr 2.600 vor Christus gebaut wurde. Als Auftraggeber sind Pharao Cheops oder dessen Nachfolger Chephren im Gespräch. Das bisher größte Rätsel gibt jedoch die Nase der Sphinx auf, die spurlos verschwunden ist.
Das Riechorgan fehlt der Sphinx in Ägypten schon seit Jahrhunderten, hat aber auf jeden Fall mal existiert. Darauf weisen historische Schriften mehrerer Quellen aus dem 12. und 13. Jahrhundert hin, die die Geschichte in Ägypten belegen. Als wahrscheinlich gilt, dass die Sphinx in Ägypten ihrer Nase im Jahr 1378 beraubt wurde, wie es unter anderem von dem zeitgenössischen Historiker Abd al Latif al Baghdadi dokumentiert wurde.