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Ägypten erhöht den Druck bei der Rückforderung von Kulturschätzen

Zahi Hawass ist der Chef der ägyptischen Altertumsverwaltung und damit der oberste Archäologe im Land der Pharaonen. Kein Stein wird in Ägypten umgedreht, ohne dass Hawass nicht davon wüsste. Die von Hawass seit Jahren mit Nachdruck organisierte Rückholung verschollener Kulturschätze der Geschichte Ägyptens an den Nil aus Museen in aller Welt führte vor wenigen Wochen z.B. in Großbritannien zum Erfolg, wo eine Sammlung von immerhin 25.000 Relikten aus dem alten Ägypten zurückgegeben wurde.

Andernorts, etwa bei der Nofretete Büste, die sich in einem Museum in Berlin befindet, war Hawass bei seinen Verhandlungen bisher weniger erfolgreich. Um dies zu ändern und den Druck auf die betreffenden Museen zu erhöhen, holt sich Ägypten nun massive Verstärkung. Insgesamt 21 Länder haben sich zu einem Gipfel in Kairo getroffen, wo jeder Teilnehmer eine Liste erstellt hat, die alle Kulturschätze aufgeführt sind, die sich im Ausland befinden.

Neben Ägypten saßen unter anderem Delegierte aus Syrien, Mexiko, den USA und Griechenland am Tisch - also aus aller Welt. Wie am Rande der Gespräche bekannt wurde, scheinen besonders viele Forderungen an Großbritannien gerichtet zu werden. Die Rückgabe von unter ungeklärten oder illegalen Umständen außer Landes geschafften Kulturschätzen wird eigentlich durch eine Konvention der UNESCO geregelt, weshalb sich diesbezügliche Verhandlungen so schwierig gestalten und selten zur Einigung führen. Ägypten forderte die UNESCO nun auf, diese Richtlinien zu überarbeiten. 

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