Ägypten will Naturschutz und Tourismus am Mittelmeer vereinen
Ägypten ist schon seit einigen Jahren für seine Projekte bekannt, mit denen die Interessen von Tourismus und Umweltschutz nach Möglichkeit unter einen Hut gebracht werden sollen. Mit dem Roten Meer und den dortigen Korallenriffen beherbergt Ägypten eines der schönsten Tauchreviere der Welt, das es für die Nachwelt dringend zu erhalten gilt. Daher wurden in Badeorten wie El Gouna und zuletzt auch Sharm el Sheikh bereits entsprechende Projekte ins Leben gerufen, um den ökologischen und nachhaltigen Tourismus am Roten Meer in Ägypten weiter zu stärken.
Nach dem Roten Meer rückt nun das Mittelmeer in den Fokus der Überlegungen in Ägypten. Das Mittelmeer ist ebenfalls eine beliebte Kreuzfahrt- und Badedestination in Ägypten und verdient daher ebenso einen besonderen Schutz wie das Rote Meer. Maged George, der Umweltminister von Ägypten, kündigte nun die Errichtung des ersten Naturschutzgebiets am Mittelmeer an, das die Zahl der Schutzzonen in Ägypten auf insgesamt 28 Naturschutzgebiete steigern würde.
Das neue Naturschutzgebiet soll im Golf von Sallum unweit der Grenze zwischen Ägypten und Libyen am Mittelmeer entstehen und eine Fläche von knapp 400 Quadratkilometern einnehmen. Ägypten betont ausdrücklich, dass von dem Naturschutzgebiet am Mittelmeer einerseits die Umwelt, anderseits aber auch der Öko-Tourismus profitieren sollen. Offiziellen Angaben der Regierung zufolge beherbergt der Golf von Sallum in Ägypten 160 Vogelarten, 30 Reptilien- und Amphibienarten sowie über 10.000 Meeresbewohner aller Arten und Rassen.