Maimonides Synagoge in Kairo nach Restaurierung wiedereröffnet
Die Maimonides Synagoge in der Hauptstadt Kairo ist eine von nur elf jüdischen Gotteshäusern in Ägypten und erst die zweite Synagoge, die bisher restauriert wurde. Ägypten hat sich gegenüber Israel dazu verpflichtet, die jüdischen Stätten in seinem Land in den kommenden Jahren nach und nach zu restaurieren und damit das Erbe des benachbarten Volkes zu bewahren. In der Vergangenheit wurden Synagogen und weitere Zeugnisse des Judentums in Ägypten mehr oder weniger dem Zerfall preisgegeben, was sich angesichts der relativ guten diplomatischen Beziehungen zwischen Ägypten und Israel nun ändern soll.
An einem ersten Festakt zur Wiedereröffnung der Maimonides Synagoge in Kairo nahmen Vertreter aus Politik und Religion aus Israel und den USA teil. Ägypten wolle seine Vertreter am 14. März, dem Datum der offiziellen Eröffnung, zur Synagoge schicken, die ihren Platz im jüdischen Viertel Kairos hat, wie es aus Regierungskreisen hieß. Die Gelder zur Restaurierung der nach dem gleichnamigen jüdischen Philosophen Moses Maimonides benannten Synagoge wurden von Ägypten bereitgestellt.
Bei der Maimonides Synagoge in Kairo handelt es sich ebenso wie bei den meisten anderen jüdischen Stätten in Ägypten um reine Touristenattarktionen. Während vor dem Zweiten Weltkrieg noch annähernd 100.000 Juden in Ägypten leben, sind es heute nur noch einige Dutzend. Die meisten Juden sind inzwischen nach Israel ausgewandert, weshalb die Synagogen in Ägypten für ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr zwingend benötigt werden.