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ETI mit Ägypten Special zum Kinofilm "Agora - Die Säulen des Himmels"

Der Film "Agora - Die Säulen des Himmels" kommt zwar erst am 11. März 2010 ins Kino, wirft seinen Schatten aber schon rund drei Wochen vor der Premiere voraus - zumindest in den deutschen Reisebüros. Im neuesten Film des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar sind unter anderem Stars wie Raquel Weisz, Max Minghella oder Oscar Isaac in den Hauptrollen zu sehen. Der Film "Agora - Die Säulen des Himmels" spielt in Alexandria im späten 4. Jahrhundert und handelt von der Lehrerin Hypatia (Raquel Weisz), die sich in der (damals noch) von Männern beherrschten Domäne der Wissenschaft und Forschung durchzusetzen versucht und dabei zwischen die Fronten eines christlichen Kreuzzuges in Ägypten gerät.

Ägypten Reisen gehören zur Spezialität von Express Travel International (ETI), wie nun einmal mehr mit dem Ägypten Special "Auf den Spuren der Hypatia" unter Beweis gestellt wird. Die einwöchige Ägypten Reise entführt die Touristen zu den Schauplätzen des Films, der im März in die Kinos kommt. Alexandria liegt am Mittelmeer und gehört neben Kairo zu den beliebtesten Zielen für Städtereisen in Ägypten. Darüber hinaus ist Alexandria eine gern besuchte Destination im Rahmen von Mittelmeer Kreuzfahrten. Alexandria pur erleben Touristen mit dem Ägypten Special "Auf den Spuren der Hypatia" aus dem Hause ETI. 

http://www.hypatia-theon.de/Ramses antwortete am 11.03.2010 17:58
Der Film hat leider nichts mit der wahren Geschichte zu tun.
Hypatia gilt als die erste Mathematikerin der Geschichte. Die Ägypterin wurde im Jahre 364 n. Chr. in Alexandria geboren. Ihr Vater war Theon, der berühmte Mathematiker und Astronom am Museion in Alexandria. Ihr Bruder war der Mathematiker Epiphanios. Hypatia lebte in einer Zeit, in der über 70% der Bevölkerung Ägyptens Christen (Kopten) waren, und die Christenverfolgung ein hohes Maß annahm. Die Kopten waren mit Leib und Seele echte Pazifisten. (Vergleiche die Biographie des Heiligen Mauritius bzw. der Thebäischen Legion, um 300 n. Chr.). Hypatia übernahm den Lehrstuhl Ihres Vaters an der Universität (Museion) von Alexandria und lehrte dort Mathematik, Geometrie, Astronomie, Astrologie, Philosophie und Rhetorik. Hypatia war keine Vertreterin des Pazifismus: Sie vertrat die Philosophie des s.g. „gerechten Krieges“. Hypatia wurde zur Gegnerin des absoluten Pazifismus und damit auch der damaligen Kirchenlehre . Hypatia sah es als selbstverständlich an, sich in einer nicht gewaltlosen Welt mit Gewalt verteidigen zu müssen. Hypatias Schüler und Verehrer Synesius war ein überzeugter Christ und Pazifist. Eines Tages begleitete Synesius seine Lehrerin Hypatia auf dem Heimweg in einer unruhigen Nacht durch die Straßen von Alexandria. Zwischen Hypatia und Synesius entfachte sich eine kräftige Diskussion über die Notwendigkeit der Selbstver-teidigung. Hypatia zog ihr Messer und griff Synesius an, um ihn zur Selbstverteidigung zu zwingen und ihn in Ihrer Theorie zu bestätigen. Synesius, wie erwartet, wehrte sich aus Furcht und tötete im Affekt seine Lehrerin Hypatia. Synesius verlor danach den Verstand und kehrte er in seine Heimat Cyrenaika im heutigen Lybien zurück. Dort verbrachte er bis zu seiner Heilung mehrere Jahre und wurde zum Botschafter der Pentapolis (griech. Fünf Städte) beim Kaiserhof berufen. Im Jahre 403 heiratete er in Alexandria. 410 wurde er durch Akklamation in Ptolemais zum Bischof berufen und musste von Amts wegen auf die Ehe verzichten. In seiner Funktion als Bischof geriet er in Konflikt mit dem Praeses Andronikus, den er schließlich bannte. Weiterhin musste er sich auch als Kriegsherr bewähren, da in seiner Amtszeit die Provinz von südlichen Stämmen angegriffen wurde und der Bischof Synesius sich mit dem Schwert verteidigen musste.. Der heilige Augustinus (354 – 430 n. Chr.) sprach in seinem Werk „De civitate“ diejenigen von der Verletzung des fünften Gebotes frei, die einen Gott geschuldeten Krieg (gerechten Krieg) führen und verbreitete damit die Philosophie Hypatias in der ganzen Welt. Leider gingen viele wertvolle Informationen über die hervorragende Hypatia verloren, als die Araber (642 n.Chr.) die Bibliothek von Alexandria mit mehr als 500.000 Schriftrollen nieder brannten.

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