Besiegelte das Klima den Niedergang im Alten Ägypten?
Archäologen und Forscher aus anderen Bereichen sind sich bis heute nicht vollständig im Klaren darüber, wie die Herrschaft der Pharaonen im Alten Ägypten ein derart rasches Ende fand, wie es sich vor rund 3.000 Jahren wohl zugetragen haben muss. Auch wenn die Pharaonen noch bis kurz vor die Zeitenwende in und über Ägypten herrschten, so zeichnete sich das Ende der ersten Hochkultur der Menschheit schon deutlich früher ab - doch warum? Mehrere renommierte Wissenschaftler glauben nun, den Grund für diese Entwicklung zu kennen und machen einen plötzlichen Klimawandel, genauer gesagt eine globale Erderwärmung, dafür verantwortlich.
Globale Erderwärmung, bei diesem Stichwort werden Wissenschaftler und Klimaforscher auch heute wieder hellhörig. Den Pharaonen im Alten Ägypten soll also ein ähnliches Schicksal widerfahren sein, wie es der Menschheit nach Ansicht der Wissenschaftler auch in nicht allzu ferner Zukunft blühen könnte? Die Beweise, die die Forscher am Nil gefunden haben wollen, sprechen offensichtlich eine deutliche Sprache. Demnach war nicht nur die Hochkultur am Nil in Ägypten von der Klimakatastrophe betroffen, sondern auch alle anderen Reiche im damalige Mesopotamien.
Die Wissenschaft skizziert für das Ende der Pharaonen im Alten Ägypten inzwischen das Szenario eines rasanten Temperaturanstiegs, der zu massiven Ernteausfällen und damit verbundenen Hungersnöten am Nil geführt haben soll. Aus einer ehemals blühenden Landschaft sei binnen weniger Jahre eine trockene und staubige Wüste geworden, die die Bevölkerung am Nil nicht mehr ausreichend ernähren konnte, so der Tenor der heutigen Wissenschaft zur Klimakatastrophe im Ägypten der Pharaonen.