Archäologen lüften Rätsel um Pharao Tutanchamun

Ein Team von Archäologen um den Briten Howard Carter entdeckte im Jahr 1922 im Tal der Könige bei Luxor das Grab des legendären Pharaos Tutanchamun, der Ägypten vor 3.300 Jahren als kindlicher Herrscher regierte. Tutanchamun bestieg im Alter von nur neun Jahren den Thron und schied mit 19 Jahren aus bisher ungeklärten Umständen aus dem Leben. Diese Informationen sind jedoch schon fast alles, was den Archäologen bis heute mit Sicherheit über einen der bekanntesten Pharaonen des Alten Ägyptens bekannt war. Neue DNA-Untersuchungen, deren Ergebnisse heute in Ägypten präsentiert wurden, brachten nun etwas Licht ins Dunkel um das Leben und Sterben von Pharao Tutanchamun.

Tutanchamun war zu Lebzeiten wohl weit weniger bedeutend, als es sein heutiger Bekanntheitsgrad vermuten ließe. Die Legende um Pharao Tutanchamun wurde vor allem dadurch gefördert, dass sein Grab bei seiner Entdeckung, als bisher einziges im gesamten Tal der Könige, noch nicht zum Ziel von Grabräubern geworden war. Durch die DNA-Untersuchung wurde nun bestätigt, dass Echnaton alias Pharao Amenophis IV. Tutanchamuns Vater war. Die Mutter konnte zwar identifiziert werden, ihr Name ist den Archäologen jedoch nach wie vor unbekannt. Sie war in jedem Fall aber die Schwester Echnatons.

Bei der Suche nach der Ursache für das frühe Ableben Tutanchamuns gab es für die Forscher durch die DNA-Untersuchung allerdings neue Erkenntnisse. Bisher war von den Archäologen die Mordtheorie favorisiert worden, die nun aber widerlegt werden konnte. Tutanchamun starb offensichtlich an Malaria, nach dem sein Körper durch die über Generationen betriebene Inzucht schon von Kindesbeinen an schwach und gebrechlich war.

Kommentar hinzufügen







CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.