Suez-Kanal in Ägypten feiert 140. Geburtstag
Mit dem Suez-Kanal feiert am heutigen Dienstag, den 17. November, eines der bedeutendsten Bauwerke in Ägypten seinen 140. Geburtstag. Der Suez-Kanal wurde am 17. November 1869 nach rund zehnjähriger Bauzeit erstmals für die Schifffahrt geöffnet und verbindet seither das Mittelmeer mit dem Roten Meer auf dem Wasserweg. Damit wurde der kostenintensive und zeitraubende Umweg über Afrika überflüssig, was vor allem Seereisen und Frachttransfers von Europa nach Indien deutlich verkürzte. Der Suez-Kanal war bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein die wichtigste Wasserstraße der Welt und streitet sich seither mit dem Panama-Kanal, der in Mittelamerika den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, um diesen Titel, nachdem dieser am 15. August 1914 eröffnet wurde.
Heute verdankt Ägypten dem Suezkanal, der im Gegensatz zum Panama-Kanal ohne Schleusen befahrbar ist, einen wesentlichen Teil seiner Staatseinnahmen, die auf rund 500 Millionen Dollar pro Jahr geschätzt werden. Der Bau des Suez-Kanals zwischen dem Roten Meer und Mittelmeer wurde damals auch mit einem heftigen Streit der Techniker und Ingenieure begleitet. Die meisten Schul- und Geschichtsbücher weisen den Franzosen Ferdinand de Lesseps als geistigen Vater des Suez-Kanals aus. Seit wenigen Jahren steht jedoch mit ziemlicher Sicherheit fest, dass Lesseps die Pläne für den Suez-Kanal der Witwe von Alois Negrelli gestohlen hat. Negrelli war im Jahr 1858 gestorben und war bereits gegen Ende der 1830er-Jahre von Ägypten mit dem Bau einer Wasserstraße vom Mittelmeer bis zum Roten Meer beauftragt worden.
Zuletzt verzeichnete der Suez-Kanal in Ägypten zwar leicht sinkende Umsätze, ist im Land der Pharaonen nach dem Tourismus aber immer noch das wichtigste Standbein für die nationale Schifffahrt. Der Suez-Kanal wird unter anderem auch von zahlreichen Kreuzfahrt-Schiffen passiert, beispielsweise auf dem Weg vom Mittelmeer in den Mittleren Osten, beispielsweise nach Dubai.