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Esskultur in Ägypten im Wandel - Fisch kommt auf den Tisch

Wer sich als Tourist während eines Urlaubs in Ägypten schon einmal mit der Esskultur bzw. den kulinarischen Spezialitäten im Land der Pharaonen auseinandergesetzt hat, wird festgestellt haben, dass am Nil die vegetarische Küche bevorzugt wird. Das hat in erster Linie ganz praktische Gründe, da Fleisch und Fisch in Ägypten für einen Großteil der Bevölkerung lange Zeit schlicht nicht bezahlbar waren und in der Gastronomie auch heute noch mehr oder weniger als Luxusgüter gelten. Mit der Zunahme des Tourismus in Ägypten ging in den vergangenen Jahrzehnten auch ein fortschreitender Wandel der Esskultur einher, der den Umfang der nationalen Spezialitäten auf den Speisekarten in ägyptischen Restaurants deutlich erweitert hat.

Fischgerichte sind in den Restaurants in Ägypten inzwischen nicht nur zu einer bevorzugten Wahl von Touristen geworden, sondern erfreuen sich auch bei der einheimischen Bevölkerung immer größerer Beliebtheit. Der starke Ausbau der Fischzucht hat in Ägypten zu einem breiten Angebot des einstigen Luxusguts geführt, so dass Fisch in Ägypten heutzutage preislich in etwa mit Hühnerfleisch zu vergleichen ist.

Mit einer Jahresproduktion von 650.000 Tonnen Fisch, vor allem Barsche und Brassen, machen im Jahr 2009 rund 60 % der Gesamtproduktion in Ägypten aus. Bis zum Jahr 2012 soll die Produktion von Fisch in Ägypten sogar noch auf 1,1 Millionen Tonnen gesteigert werden, was dann einem Anteil von 75 % entsprechen würde. Der Blick auf die Fischkarte in den Restaurants in Kairo, Alexandria oder den anderen Destinationen in Ägypten könnte sich für Touristen in Zukunft also doppelt lohnen – sowohl preislich als auch geschmacklich.

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